Ich bin bereits über 40. Kann ich mich noch der IVF Behandlung unterziehen?

In diesem Alter der Frau ist die Behandlung nicht limitiert, IVF über 40 ist also immer noch möglich. Die gesetzlichen Vorgaben erlauben die Behandlung der Frauen bis zum 49. Lebensjahr.

Ich bin bereits über 40. Kann ich noch ein eigenes Kind bekommen?

Die Behandlung der Unfruchtbarkeit mit Verwendung der eigener Eizellen wird bei mehr als vierzigjährigen Frauen nicht empfohlen und zwar aufgrund des hohen Vorkommens der Chromosomendefekte des Kindes. Dieser Frau wird die Behandlung im Spendeprogramm angeboten.

Ich bin bereits über 40 und habe keinen regelmäßigen Zyklus mehr. Kann ich mich noch der IVF Behandlung unterziehen?

Unregelmäßiger Menstruationszyklus wird im Laufe der drei Zyklen durch Einnahme eines zyklischen Kombinationspräparat (Östrogen-Progesteron) hergestellt und anschließend beginnt die Vorbereitung zur IVF Behandlung.

Mein Arzt hat Gebärmuttermyome festgestellt. Kann ich schwanger werden?

Gebärmuttermyome werden oft schon bei Frauen nach dem 30. Lebensjahr diagnostiziert. Vor einer geplanten Schwangerschaft wird eine Kontrolle empfohlen, der Arzt wird die Größe und Lokalisierung bewerten. Je nach dem Ergebnis der Untersuchung kann chirurgische Behandlung vorgeschlagen werden, kleinere Myome (im Durchschnitt bis 3 cm) werden vor einer Schwangerschaft nicht operativ entfernt. In der Schwangerschaft können sich die Myome vergrößern, das Kind wird aber nicht gefährdet. Die Schwangerschaftsvorsorge übernimmt oft eine spezialisierte Ambulanz.

Aufgrund der Krebserkrankung habe ich eine Konisation hinter mir. Kann ich schwanger werden?

Im Fall einer definitiv abgeschossenen Krebsbehandlung und bei negativen zytologischen Befunden kann eine Schwangerschaft geplant werden. Je nach Umfang des Eingriffes kann das Risiko einer Frühgeburt steigen.

Mein Partner hat Sorge, ob gerade das beste Spermium die Eizelle befruchtet. Was kann man da tun?

Bei Befruchtung mittels ICSI (Injektion des Spermiums direkt in die Eizelle) wird unter Mikroskop das – vom Aussehen her – morphologisch bestgeeignetes Spermium mit einem Kopf, richtig angesetztem Mittelstück und Geißel. Es wird nur ein morphologisch normales Spermium oder ein Spermium mit minimalen Abweichungen gewählt. Bei der Methode wird auch die Bewegung des Spermiums bewertet.

Der Spermiogrammbefund meines Partners liegt gerade unter dem Normwert. Welche Methode wird bei der IVF Behandlung empfohlen?

Wenn der Spermiogramm relativ in Ordnung ist, wird die PICSI Methode zur Auswahl des Spermiums empfohlen. Diese Methode selektiert Spermien nach Reife der Spermien und anschließend nach der Morphologie. Bei reifen Spermien wurde das geringere Vorkommen chromosomaler Beschädigung erwiesen.

Ich habe Sorge wegen der möglichen Mehrlingsschwangerschaft. Kann auch nur ein Embryo transferiert werden? Wie wird der qualitativ bestgeeignete Embryo ausgewählt?

Der Transfer von einem Embryo ist eine gute Lösung. Zur effektiven Selektion des Embryos ist die Methode des Embryo-Monitorings geeignet. Die Embryonen werden nicht im Verlauf ihrer Entwicklung durch die embryonale Untersuchung unter Mikroskop außerhalb des Inkubators gestört, weil die Überwachung im geschlossenen Inkubator erfolgt. Man verfolgt genau die Zellteilung. Der so ausgewählte Embryo bringt viel höhere Chance auf die Einnistung und eine Schwangerschaft.

Ich habe bereits viele IVF Zyklen hinter mir, jeweils ohne Erfolg. Gibt es Methoden, die die Chance auf Erfolg erhöhen können?

Es kann die Kombination der PICSI Methode und der kontinuierlichen Überwachung der Embryonen (Embryo-Monitoring) genutzt werden. PICSI Methode der Spermienauswahl richtet sich nach Reife der Spermien und diese Spermien sind fähig, bei der ICSI Methode (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion) eine reife Eizelle zu befruchten. Diese Methode bringt prozentuell viel höhere Erfolgschancen auf Anzahl der befruchteten Eizellen. Höhere Anzahl der befruchteten Eizellen bringt die Chance auf höhere Anzahl der Embryos und somit auch höhere Chance auf Auswahl des bestgeeigneten Embryos/der bestgeeigneten Embryos zum Transfer. Anschließend kommen die befruchteten Eizellen in die spezielle Kultivation-Box, wo die Embryonen ununterbrochen im gesamten Verlauf der Kultivierung bis zum Blastozystenstadium beobachtet werden. Die Aufnahme und Analyse der embryonalen Entwicklung am Monitor der Kultivation-Box ermöglicht auch winzige Abweichung der Embryoentwicklung eines Embryos zu entdecken. Die Methode des Embryo-Monitorings ist für Paare geeignet, die die Sicherheit der Auswahl des bestgeeigneten Embryos/der bestgeeigneten Embryonen zum Transfer beanspruchen.