BEI EINIGEN MÄNNERN KANN ALS FOLGE DES SCHLECHTEN LEBENSSTILS EINE VERSCHLECHTERUNG DER FUNKTIONSQUALITÄT DER SPERMIEN VORKOMMEN. 


Solche Spermien sind dann unfähig die Strecke bis zur Eizelle zu erreichen oder haben beschränkte Fähigkeit in die Eizelle einzudrängen um diese zu befruchten. Die Fruchtbarkeit oder Unfruchtbarkeit beim Mann hängt mit der Qualität, mit der Anzahl und der Beweglichkeit der Spermien zusammen.

Weitere Faktoren, die Fruchtbarkeit beim Mann senken können, sind: genetische Belastung, immunologische Reaktion, hormonelle Störungen, Verschluss der Samenwege, Unfähigkeit einer Ejakulation, Infektionen im Bereich der ableitenden Samenwege usw. In einigen Fällen kann die Ursache unbekannt bleiben.

In der Untersuchung beim Mann ist ein Spermiogramm wichtig. Um eine ausreichende Aussagekraft zu gewährleisten, wird das Sperma nach dreitägiger Enthaltsamkeit mittels Masturbation gewonnen. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die mikroskopische Beurteilung der Samenzellen mit Hinblick auf ihre Anzahl, Beweglichkeit und Form (Morphologie). Nach dem Ergebnis des Spermiogrammbefundes wird dementsprechende und optimale Methode der assistierten Reproduktion vorgeschlagen.


UNTERSSUCHUNG

ARZTGESPRÄCH (ANAMNESE)

Bei ungewollter Kinderlosigkeit steht vor allem das vertrauliche Gespräch mit dem Urologen im Zentrum. Dabei werden die bisherige Krankengeschichte und Familienplanung sowie eventuelle sexuelle Probleme thematisiert. Auch über soziale Faktoren und Umwelteinflüsse (z. B. Stress, Rauchen, Alkoholkonsum) wird der Experte mit Männern reden.

Zu den fruchtbarkeitsstörenden Einflüssen gehören etwa:

  • Hodenhochstand
  • Entzündungen der Geschlechts- und Beckenorgane
  • Verletzungen und Operationen
  • Allgemeinerkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes

Ergeben sich im Gespräch Hinweise auf eines dieser Krankheitsbilder, wird der Arzt entsprechende Untersuchungen veranlassen. Auch vergangene oder laufende medikamentöse Behandlungen, die den Hormonkreislauf des Mannes beeinflussen können, werden erfragt. Nicht zuletzt wird der Arzt auch auf einen ungewöhnlichen Verlauf der körperlichen Entwicklung in der Pubertät sowie Erbkrankheiten in der Familie eingehen.

SPERMIOGRAMM

Die wichtigste Untersuchung, um Unfruchtbarkeit beim Mann festzustellen, ist das Beurteilen der Spermienqualität(Spermiogramm). Dazu wird das Ejakulat nach einer Karenzzeit (Zeit ohne Verkehr oder Masturbation) von zwei Tagen durch Masturbation gewonnen. Die Karenzzeit wird zum einen aus Gründen der Standardisierung (Vergleichbarkeit von Befunden) eingehalten und zum anderen, da ein zu kurzer Abstand zum letzten Verkehr die Spermiengesamtzahl negativ beeinflussen kann, eine zu lange Wartezeit wiederum verschlechtert die Beweglichkeit der Samenfäden.

GUT ZU WISSEN

In einem Spermiogramm werden unterschiedliche Parameter gemessen. Zentral sind die Spermienkonzentration pro Millimeter, die Gesamtspermienzahl, der Anteil lebender Spermien in Prozent und die Beweglichkeit der Samenzellen. Zusätzlich beurteilt man den pH-Wert, das Ejakulatvolumen und die Form (Morphologie) der Spermien.

HORMONDIAGNOSTIK

Auch beim Mann kann eine Hormonanalyse wichtig und aufschlussreich sein! Insbesondere dann, wenn eine Einschränkung der Spermienqualitätvorliegt oder Symptome wie Leistungsminderung, Vitalitätsverlust, Gewichtszunahme, Müdigkeit und/oder Abgeschlagenheit erkennbar sind. Eine Hormonuntersuchung ist auch bei abnehmender Libido oder Impotenz sinnvoll.

Wie auch bei der Frau erfolgt die Hormondiagnostik durch eine einfache Blutentnahmeund wird in unserem eigenen Hormonlabor unter konsequenter Anwendung modernster Analysetechniken untersucht. Die Ergebnisse werden dann mit Ihnen besprochen und – falls nötig – therapiert.